Flöhe (Äußere Parasiten)

Es gibt Flöhe seit Millionen von Jahren und sie haben sich an fast alle Wirtstypen angepasst. Sie durchlaufen einen Lebenszyklus in weniger als einem Monat. Sie können ihre Lebensspanne aber auch auf bis zu zwei Jahre verlängern, indem sie im Larven- / Puppenstadium verharren. Sie können so bei ungünstigen Bedingungen bis zu 20 Monate ohne Futter (Blut) bleiben.

Laut Messungen können Flöhe bis zu 300.000 mal springen und können dabei mit einem Sprung die 150-fache eigene Körperlänge zurücklegen. Und das in jede Richtung wie z.B. senkrecht nach oben.
Um einen Flohbefall zu vermeiden sollte man sich mit den verschiedenen Lebenszyklen des Flohs auskennen. Die Medikation erfolgt in erster Linie an der schwächsten Stelle ihres Lebenszyklusses.

Der Lebenszyklus:

Es gibt vier Entwicklungsstadien: Eier, Larve, Puppe und Erwachsene.
Einige Floharten befallen sowohl Hunde als auch Katzen. Aber auch Katzenflöhe kommen recht häufig bei Hunden vor.

Behandlung:

Sauberkeit ist jetzt höchstes Gebot. Sowohl Hund, als auch Umgebung müssen mit geeigneten Mitteln gereinigt werden. Wenn andere Haustiere mit im Haushalt leben müssen auch diese und ihre Umgebung mitbehandelt werden. Böden aus PVC, Fliesen, Laminat sollten mehrmals am Tag gewischt werden. Möbel aus Polster sollten mit dem Staubsauger abgesaugt werden (Vorhänge nicht vergessen). Wirksame Mittel gegen Flöhe sind z.B. Frontline oder auch Exspot. Diese Mittel bleiben am Hund bis zu 6 Wochen gegen Flöhe wirksam.

Vorbeugung:

Flohhalsbänder:
Vorteil: einfache Anwendung
Nachteil: starke chemische Substanzen, die für Mensch und Hund gesundheitsschädlich sein können. Allerdings gibt es auch Flohhalsbänder mit pflanzlichen Wirkstoffen wie z.B. Neem.

Spot-on-Präparate:

Diese Mittel werden dem Hund auf die Haut geträufelt und gelangen so in seine Blutbahn. Saugt sich jetzt ein Floh mit Blut voll, vergiftet er sich und stirbt. Es gibt auch schon Präparate, die bereits gegen Larven und Puppen wirken (Frontline Combo).
Vorteil: sehr effektiv, leicht anzuwenden
Nachteil: relativ teuer, oft schon resistente Flöhe, Chemie im Hundekörper

Knoblauch:

Wird in frischer Form, Pulver oder Granulate mit ins Futter gemischt. Die Flöhe meiden den für uns stellenweise nicht wahrnehmbaren Geruch der Haut.
Vorteil: günstig und zusätzlich gesund für Herz und Gefäße
Nachteil: Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen

Ätherische Öle:

Zum Selberherstellen: 10 ml 90%-igen Alkohol, je 2 Tropfen Eukalyptus-, Rosmarin-, Wacholder-, Bergamotte-, Lavendel-, Geranium-, evtl. auch Teebaumöl mischen und mit 90 ml Wasser auffüllen. Den Hund damit einsprühen, Augen und Nase aussparen. Man kann diese Öle auch auf ein Halstuch auftragen und dem Hund umbinden.
Nachteil: Der Hund riecht extrem, auch seine Hundenase wird davon nicht begeistert sein.
Zusätzlich kann man dem Hund Hefe, Nüsse und Kleie unter das Futter mischen. Diese enthalten einen hohen Anteil an Vitamin-B-Komplexen. Flöhe meiden nachgewiesen Hunde mit hohem Vitamin-B-Komplex-Spiegel im Blut.